Gott, ewigweise Macht,
wie strahlt dein Name in aller Welt!

Auf die Himmel hast du deinen Glanz gelegt.
Kinderworte werden zu Mauern,
denen, die nach dem Leben trachten,
Säuglingsrufe zu Burgen allen, die Leben bedrohen.
Meinem Staunen fehlen die Worte:
Ich sehe die Weite der Himmel:
Die Sonne, der Mond, die Gestirne, - alles dein Werk.

Wo ist mein Platz in dieser Weite?
Warum beugst du dich zu mir?
Was ist dein Sinn für des Menschen Leben?

Nah am Herzen Gottes leben wir,
an seiner Fülle haben wir teil,
sein Glanz fällt auf uns, als seien wir Wesen der Himmel.
Deine Schöpfung ist uns anvertraut.
Den Weg hast du uns bereitet.
Macht hast du uns überlassen.

Schafe, Rinder, Tiere der Wildnis, Vögel des Himmels, Fische des Meeres -
Alles, was Erdenbahnen, Himmelswege und Wasserstraßen durchzieht
ist anvertraut unserer schwachen Hand,
dem kleinen Kind,
dem hinfälligen Menschen.

Gott, ewigweise Macht,
wie strahlt dein Name in aller Welt!

(Textübertragung Psalm 8)
aus dem Libretto des "Schöpfungs-Oratoriums der Weltreligionen" anlässlich der Expo 2000, Hildesheim